(*Peter Bregman – 18 Minutes)

Liebe Leser, Sie werden sich fragen: „Was hat ein Zeitmanagementtool mit „gut Entscheiden“ zu tun?“

VIELES würde ich aus eigener Erfahrung meinen, ich möchte Ihnen die Geschichte von Anfang an erzählen.

Vor einiger Zeit besuchte ich einen lieben Kollegen in München um mit Ihm diverse Themen aus meinem Berufsumfeld zu bereden. Dabei kam zur Sprache, dass mir die „möglichen“ Aufgaben auch im gehobenen Alter nicht auszugehen scheinen. Er frage mich dann, ob ich das 6 Boxen Modell von

Peter Bregman kenne, was ich zu diesem  Zeitpunkt verneinen musste!

In diesem Zeitmanagementtool geht es um 5 Fokusfelder (Boxen), in denen meine fünf wichtigsten Handlungsfelder (Hauptthemen mit überragender Wichtigkeit) eingetragen werden und in das 6. Feld (the other 5%) trage ich die Todo`s ein, die es mir ermöglichen, den anderen 5 Feldern die größte Aufmerksamkeit zu widmen.

Peter Bregman bricht in seinem Modell zwar auf täglichen Einsatz der Felder herunter, für mich ist aber schon die Bestimmung der 5 (+1) Felder entscheidend!

Mögliche Fragen zum Befüllen der 5 Fokusfeldern könnten sein:

  • Wie muss ich meinen Fokus einschränken, um wieder größte Achtsamkeit auf die wirklich wichtigen Themen zu erlangen?
  • Was möchte / will ich zukünftig noch gestalten?
  • Gibt es in meinem Tun einen „roten Faden des Einflusses“ auf diese (meine) Organisation?
  • Woher kommt ErMUTigung zu den von mir ausgewählten Themen?
  • Was läuft unter täglicher Praxis und wo erhalte ich geistigen Freiraum (Mut) für mein Tun?
  • Gibt es gute Geschichten die mich in diesem Fokusfeldern begleiten?
  • v. a.

Im sechsten Feld können auch die Todo`s stehen, die nötig sind um die erstgenannten 5 Fokusfelder überhaupt einpflegen zu können, zum Beispiel Übergaben bzw. das Delegieren von Aufgaben und Verantwortungen an meine MitarbeiterInnen, damit für mich nur noch Kontrollfunktionen (nicht über 5% meiner Arbeitszeit) zu diesen Aufträgen bestehen bleiben.

Diese Herangehensweise hat mich sehr beflügelt, mein derzeitiges Arbeitspensum einzugrenzen und meine „Geistesgegenwart“ wieder auf die wirklich wichtigen Themen zu lenken. Dazu braucht es gutes Entscheiden nach dem Motto:

  • Was bedeutet meine veränderte Vorgehensweise für mich, meine Familie bzw. mein Team und für die Organisation?
  • Wo sind die Risiken in der Sache selbst und in der Umsetzungsarbeit?
  • Welche Möglichkeiten ergeben sich aufgrund der wieder erlangten Fokussierung in meinem Handwerk für Umsetzungen?

Was mich sehr freut ist, dass in einer meiner 5 Boxen nun auch wieder Hilfe und Fürsorge für unsere Mitarbeiter steht, welche ich in Zeiten der Rundumbeschäftigung etwas vernachlässigt habe. Außerdem schein mir dieses Feld auch ganz stark nach Mut zu verlangen, der ja immer mal wieder bewiesen werden sollte!

Weiters haben mir die o. g. Entscheidungsfragen geholfen, die wirklich wichtigen Themen wieder beidhändig angehen zu können, da ich nicht mehr ständig eine Hand zum Manövrieren im unübersichtlichen Gelände nutzen muss!

Viel Spaß, Mut und gutes Entscheiden beim Selbstversuch!

 

Peter Bregman: Find Your Focus, Master Distraction, and Get the Right Things Done 2013

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